Eingefleischten Fussballfans muss man wohl kaum erklären,
warum Stehplätze für die Atmosphäre im Stadion und die
Fankultur im Allgemeinen unerläßlich sind. Wir möchten
mit dieser Homepage aber auch all jene erreichen, die
vielleicht selbst lieber sitzend die Spiele verfolgen
oder sich bislang vielleicht auch noch gar nicht oder nur
marginal mit dieser Frage beschäftigt haben.Es gibt eine ganze Reihe von
Aspekten, die für den nachträglichen Einbau von
Stehplätzen in der Arena sprechen, auch wenn dieser
sicherlich nicht ohne entsprechende Investitionen
möglich wäre. Einige davon möchten wir in der Folge
erläutern...
1.)
Erschwingliche Eintrittskarten
Stehplatzkarten waren seit
jeher die preiswerteste Möglichkeit, ein Fussballspiel
live im Stadion zu verfolgen. Durch sie war garantiert,
dass der samstägliche Stadionbesuch auch für Schüler,
Studenten oder Geringverdiener keinen Luxus darstellte.
Das Beispiel England jedoch zeigt, wie sich dies ändern
kann, wenn die günstigen Stehplätze zu Gunsten teuerer
Sitzplätze geopfert werden. Die Eintrittspreise im
"Mutterland des Fussballs" sind für viele
nicht mehr bezahlbar und folglich hat sich das Publikum
in den Stadien gewandelt; wo noch vor zehn, zwölf Jahren
die Fans mit Leib uns Seele hinter ihrem Team standen um
es anzufeuern sitzen heute Neureiche und Yuppies, die
unterhalten werden möchten, selbst jedoch nicht bereit
sind, irgendetwas zur Atmosphäre beizusteuern. Daher
erinnert die Atmosphäre in englischen Stadien heute
mitunter an Theater- oder Opernaufführungen.
Anzeichen dieser
Entwicklung gibt es auch schon in Düsseldorf zu
beobachten. Kostete eine Stehplatzkarte für ein
Heimspiel der Fortuna am Flinger Broich vor fünf Jahren
an der Tageskasse noch 7,- Euro, so muss man heute
bereits 13,- Euro für die günstigste Karte bezahlen -
eine Steigerung von fast 100 Prozent.
Nur eine ausreichende
Anzahl von Stehplätzen garantiert dafür, dass sich auch
in zehn Jahren noch jeder den Besuch eines Fussballspiels
leisten kann und dass auch Kinder und Jugendliche
weiterhin für "kleines Geld" ins Stadion
kommen!
2.)
Atmosphäre
Es ist nicht von der Hand
zu weisen, dass die Atmosphäre in der LTU ESPRIT Arena und hier
im speziellen auf der Südtribüne in der letzten Zeit
deutlich nachgelassen hat. Die Sitze laden quasi zur
Lethargie ein, immer mehr Besucher verfolgen das Spiel
sitzend obwohl das Stehen ausdrücklich erlaubt wäre.
Hierunter leidet die Stimmung, was letzten Endes auch
Punkte kosten kann, denn bekanntlich kann eine laute
Tribüne durch Einschüchterung von Gegner und
Schiedsrichter oder das Anfeuern der eigenen Elf auch
Spiele entscheiden.
Wir sind uns sicher, dass Stehplätze die Stimmung in der
Arena nachhaltig verbessern würden.
3.)
Sicherheit und Gefahren
Fans wollen nicht nur auf
der Stelle stehen und schreien, sie wollen auch schunkeln,
hüpfen oder sich beim Tor in die Arme fallen. All dies
wird durch die Lehnen und Sitze auf der Südtribüne
stark behindert. Kaum ein Fortuna-Fan, der sich beim
Torjubel nicht schon mindestens ein Mal an den Sitzen
gestossen- und sich blaue Flecken geholt hat. Von der
Stolpergefahr, die von den Lehnen ausgeht, ganz zu
schweigen.
Wie jüngst das Gastspiel
des VfB Stuttgart in Düsseldorf gezeigt hat bildet die
Konstruktion der Sitzreihen ebenfalls eine Gefahr. Die
Sitze sind nicht einzeln- sondern immer in ganzen Reihen
montiert. Bricht eine solche Reihe aus den Verankerungen,
so wird sie zu einer gefährlichen Stolperfalle, was
schlimme Verletzungen zur Folge haben kann.
Stehplätze sind weitaus
sicherer als ihr Ruf. Die Stadionkatastrophe von
Sheffield, in deren Folge die englischen Stadien zu
"All-Seatern" umgebaut wurden, wäre auch auf
einer Sitzplatztribüne passiert, da man weitaus mehr
Menschen in einen Block gelassen hat, als dieser
aufnehmen konnte.
Die Liste der Gründe
ließe sich fortführen, aber wir denken, dass die
genannten Aspekte bereits aussagekräftig genug sind um
unsere Forderungen und Ziele nachverfolgen zu können.
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